Auch im Internet ist Fernsehen äusserst unübersichtlich. Dieser Blog zeigt, wie und wo es etwas zu sehen gibt.
29.12.2009 | Andres Hutter
Gebührenfinanzierte iPhone-App
In Deutschland laufen die privaten Medien Sturm gegen die angekündigte iPhone-App der ARD-Tagesschau.
Anfang 2010 will die «Tagesschau» der ARD eine eigene Applikation für das iPhone lancieren. Mit dieser Ankündigung hat der öffentlich-rechtliche Sender eine Protest-Flut ausgelöst.
Empört zeigte sich vor allem der Springer-Verlag, der erst kürzlich mit einer kostenpflichtigen «Bild»-App ein neues Finanzierungsmodell gefunden zu haben glaubte. Nun hat aber auch der Verband der deutschen Privatsender mit einer Klage wegen Wettbewerbsverzerrung bei der EU-Kommission gedroht.
Die EU-Kommission hatte ARD und ZDF wegen ihrer Online-Angebote schon einmal gerügt: Online-News-Angebote, die kommerzielle Medien konkurrieren, gehören nicht zum Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, befand die Kommission und liess das Online-Angebot auf den öffentlichen Wert untersuchen.
Nun hat die gebührenfinanzierte iPhone-App quer durch die Medien und in der politik für Proteste gesorgt. in der Schweiz bleibt es indes ruhig, obwohl das Schweizer Fernsehen erst kürzlich eine umfangreiche und kostenlose iPhone-App lancierte - auch die wird mit Gebührengeldern finanziert.
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